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Missbrauchsfall Bergisch Gladbach: Durchsuchungen in Bayern

München/Köln (dpa/lby) – Im Zuge der Ermittlungen zum Missbrauchsfall Bergisch Gladbach hat die Polizei auch zwölf Objekte in Bayern durchsucht. Schwerpunkt der Ermittlungen war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Mittelfranken. Festnahmen hat es keine gegeben. Allerdings wurden Beweismittel wie Computer, Handys und andere Speichermedien sichergestellt, die nun ausgewertet werden.

Ermittler durchsuchten am Dienstag Wohnungen von 50 Tatverdächtigen in den Bundesländern Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Es gehe um den Verdacht des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie, teilte die Staatsanwaltschaft Köln mit. Am Mittwoch wollen die Ermittler in Köln Einzelheiten zu den Razzien vorstellen.

Ins Rollen gebracht wurde der Missbrauchskomplex durch eine Durchsuchung im Oktober 2019 bei einem Familienvater in Bergisch Gladbach bei Köln. Bei ihm fand die Polizei Tausende Bilder und Videos. Es ging um riesige Datenmengen – inklusive Spuren zu Chatpartnern. Davon ausgehend kamen die Polizisten nach und nach immer mehr Verdächtigen auf die Spur. Der Ursprungsverdächtige aus Bergisch Gladbach, ein Koch und Hotelfachmann, muss sich derzeit vor dem Landgericht Köln verantworten.