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Messerangriff in Hof: Angeklagter bleibt in der Psychiatrie

Vor dem Hofer Landgericht ist das Urteil gegen den Mann gefallen, der im vergangenen Sommer einen Busfahrer aus Polen am Hofer Hauptbahnhof niedergestochen und tödlich verletzt hat. Wie durch die Plädoyers zu erwarten, bleibt es für den Angeklagten aus Reichenbach im Vogtland bei einer Unterbringung in der Psychiatrie. Der 44-Jährige leidet an einer paranoiden Schizophrenie und hatte zum Tatzeitpunkt seine Medikamente schon eine Zeit lang abgesetzt. Damit ist er nicht schuldfähig und kann damit auch nicht in einem Gefängnis untergebracht werden. Das Gericht geht trotzdem davon aus, dass beim Angeklagten zumindest ein bedingter Tötungsvorsatz vorlag und er eine Gefahr für die Allgemeinheit ist.

Für den Sohn des Opfers nur ein schwacher Trost: Die mehrfachen Entschuldigungen des Angeklagten hat er als Nebenkläger vor Gericht nicht angenommen. Er wirft den Behörden Versagen vor und möchte die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Der Angeklagte hatte kurz vor dem Messerangriff in Hof, bereits einen Nachbarn attackiert. Seine Mutter hatte Polizei und Behörden vor ihrem Sohn gewarnt. Eingeschritten sind diese jedoch nicht.