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Merz-Kandidatur stößt in CSU auf Zustimmung

München/Berlin (dpa/lby) – Die sich andeutende Kandidatur von Friedrich Merz für den CDU-Vorsitz stößt zumindest in Teilen der CSU auf Zustimmung. «Er – Friedrich Merz – eröffnet damit für die CDU eine immense Perspektive und setzt damit auch ein Signal gegen eine weitere Erosion hin zur AfD», sagte der frühere CSU-Generalsekretär und Staatsminister Thomas Goppel am Montag in München. Goppel betonte, dass er die Kandidatur von Merz auch in seiner Funktion als Landesvorsitzender der Senioren-Union in der CSU unterstütze. Die Unionsschwestern bräuchten einen wie ihn als führungsstarken Mann für die Zukunft.

Zuvor hatte CDU-Chefin Angela Merkel nach den massiven Stimmenverlusten ihrer Partei bei der Landtagswahl in Hessen ihre Bereitschaft erklärt, auf den Parteivorsitz zu verzichten. In einer Sitzung des CDU-Präsidiums machte sie aber deutlich, weiterhin Kanzlerin bleiben zu wollen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Parteikreisen. Die Nachfolge an der Parteispitze könnte auf dem CDU-Parteitag Anfang Dezember in Hamburg geregelt werden. Für den Vorsitz kandidieren will der frühere Unionsfraktions-Vorsitzende Friedrich Merz. Das erfuhr die dpa aus dem Umfeld von Merz.