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Neue Studiengänge im Technik- und Gesundheitsbereich

München (dpa/lby) – Abiturienten bekommen für ihr Studium mehr Auswahl: Die bayerischen Hochschulen starten mit neuen Studiengängen ins Wintersemester. Vor allem Fächer in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – sogenannte MINT-Fächer – werden ausgebaut. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) erklärte der Deutschen Presse-Agentur: «Fachkräfte in den MINT-Fächern sind sehr gefragt. Daher ist es unser Ziel, gemeinsam mit unseren Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften entsprechende Studienangebote weiter auszubauen und jungen Menschen attraktive Chancen in zukunftsweisenden Berufen zu eröffnen.»

Neue technische Studiengänge beginnen zum Wintersemester 2019/2020 unter anderem an der Universität Bayreuth, der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg, der Hochschule Kempten und der Hochschule Hof. «Wir brauchen mehr denn je Fachkräfte, die sich engagiert den großen Zukunftsfragen unserer Zeit wie Digitalisierung, Klimawandel und erneuerbare Energien widmen und an nachhaltigen Lösungen arbeiten», sagte Sibler weiter. «Echte Problemlöser und Zukunftsgestalter sind gefragt!»

Neben den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen starten auch neue Angebote im Gesundheitsbereich. Hier liegt der Fokus vor allem auf der Digitalisierung wie beim Bachelorstudiengang «Gesundheits- und Pflegeinformatik» der Hochschule Kempten und dem Bachelorstudiengang «Digital Healthcare Management» der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. Auch für medizinisches Personal gibt es ab dem Wintersemester neue Studienangebote: An der Katholischen Stiftungshochschule München startet der Bachelorstudiengang «Hebammenkunde» und an der OTH Amberg-Weiden der Bachelor «Physician Assistance – Arztassistenz».

Die Akademisierung von Berufen im Gesundheitsbereich wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Ab Wintersemester 2020/2021 sollen nach Angaben einer Sprecherin des Wissenschaftsministeriums neue Pflegestudiengänge starten. So will man sich laut Minister Sibler gegen den Fachkräftemangel in der Pflegebranche stemmen.

In Bayern bieten nach Angaben des Wissenschaftsministeriums 9 staatliche Universitäten, 17 staatliche Hochschulen für angewandte Wissenschaften, 6 staatliche Kunsthochschulen sowie weitere nichtstaatliche Hochschulen und Universitäten Studienplätze an.