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Mehr Stellen im Kampf gegen Wirtschafts-Cybercrime

München (dpa/lby) – Mit zusätzlichen Stellen und neuen Kompetenzen will Bayern die Kriminalität im Internet effizienter bekämpfen. Wie Justizminister Winfried Bausback (CSU) am Mittwoch bekanntgab, ist die Zahl der neuen Ermittlungsverfahren in der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) stark gestiegen: Allein im ersten Halbjahr wurden knapp 2000 Verfahren neu eröffnet, fast so viele wie im gesamten Jahr 2017, in dem die Zahl bei knapp über 2000 lag.

Seit Mittwoch ist die ZCB auch für Wirtschafts-Cybercrime zuständig und soll dort vor allem Cyberangriffe auf Unternehmen, Behörden und zentrale Infrastruktur bekämpfen. «Hier haben wir echten Handlungsbedarf», sagte Bausback in München. So gebe es täglich bis zu 40 000 Angriffe auf das bayerische IT-Behördennetz.

Außerdem sollen weitere Stellen geschaffen werden. So sollen bis Ende des Jahres 13 Staatsanwälte bei der ZCB arbeiten. Als die Zentralstelle 2015 gegründet wurde, waren es noch zwei.

Die ZCB ist an die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angeschlossen. Sie bearbeitet bayernweit Verfahren der Cyberkriminalität. So ermittelt sie zum Beispiel in Fällen von Fake-Shops oder Handel mit Waffen, Drogen oder Kinderpornographie über das Darknet.