Mehr Rechte im Vogtland: Büro des Dritten Wegs als Keimzelle

Das Bayerische Innenministerium hat dem rechten Treiben in Oberprex bei Regnitzlosau vor vier Jahren einen Riegel vorgeschoben – mit dem Verbot der rechten Gruppierung „Freies Netz Süd“ und einer Hausenteignung. Von dort aus hatte der als Neonazi bekannte Tony Gentsch einen rechten Versandhandel betrieben. Ein paar Kilometer weiter, in Plauen, floriert die rechte Szene aber immer noch.
Nach aktuellen Zahlen des Landesamts für Verfassungsschutz soll sich die Zahl der Rechtsextremisten im Vogtland im vergangenen Jahr teils sogar verdoppelt haben. Das entspricht eigentlich nicht dem sachsenweiten Trend – die Gründe sind nicht ganz eindeutig. Allerdings könnte das Büro der rechten Partei „Der dritte Weg“ in Plauen eine Rolle dabei spielen, meinen Experten. An prominenter Stelle in Plauen wirbt die Partei neue Mitglieder, gibt sich bürgernah und sozial und ist damit weitaus weniger abschreckend als althergebrachte Nazi-Organisationen, heißt es in der Freien Presse. Tatsächlich ist sie in ihren Ansichten aber nicht weniger extrem.