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Max Welcker: Dresdner Chor huldigt vergessenem Komponisten

Dresden (dpa/sn) – Der Dresdner Chor Dimuthea hat das Werk des bayerischen Komponisten Max Welcker (1887-1954) aus dem Dornröschenschlaf geholt. Wie das Ensemble am Donnerstag mitteilte, soll eine Doppel-CD mit bisher unveröffentlichten Weihnachtsliedern am 2. Dezember in Dresden vorgestellt werden. «Welcker hat rund 535 Werke hinterlassen, die aus verschiedensten Gründen in Vergessenheit geraten sind. Darunter sind allein 70 Weihnachtslieder, die nie aufgeführt und aufgenommen worden sind», sagte der Pianist Rolf Schinzel. Welcker stammte aus Augsburg und arbeitete auch als Organist, Chorleiter und Musikpädagoge.

Schinzel war bei der Suche nach einem Weihnachtslied seiner Kindheit auf Welcker gestoßen. In der Bayerischen Staatsbibliothek hatte er schließlich Erfolg. Dort fand er auch Kompositionen, bei denen Welcker den Weihnachtshit «Stille Nacht, heilige Nacht» von Franz Gruber verarbeitet hatte. Einige davon sind nun auf der CD «Lichterglanz vom Himmelszelt» zu hören. Die Aufnahme fällt mit einem Jubiläum zusammen. Denn vor 200 Jahren wurde der Klassiker «Stille Nacht, heilige Nacht» erstmals gesungen.

Das Ensemble Dimuthea entstand vor zehn Jahren trägt sein Programm quasi im Namen: «Die Musiktheatralischen» singen nicht einfach nur, sondern interpretieren Musik auch szenisch.