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Massive Mängel: Eisenbahngesellschaft mahnt Länderbahn ab

München (dpa/lby) – Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat die Länderbahn schriftlich abgemahnt. Grund seien die «anhaltenden und für die Fahrgäste untragbaren Qualitätsprobleme». Wie die BEG am Donnerstag in München mitteilte, gibt es immer wieder Zugausfälle, massive Verspätungen und Ärger über defekte Heizungen, Türen oder Toiletten. Die Länderbahn zahle bereits Vertragsstrafen in Millionenhöhe – wenn sie keine Abhilfe schaffe, drohten weitere Millionenstrafen.

Konkret geht es der BEG zufolge um die von der Länderbahn seit fast einem Jahr bedienten Strecken München–Regensburg–Schwandorf–Hof/ Landesgrenze Furth im Wald sowie München–Kempten–Immenstadt–Lindau/Oberstdorf. «Fehlende, defekte Loks in erheblicher Anzahl sowie Personalmangel verschärften dann die Situation noch einmal, insbesondere in den Sommermonaten», schilderte die BEG. «Während die Probleme zunächst insbesondere beim Alex-Nord für die Fahrgäste spürbar waren, wurde nach und nach auch der Alex-Süd in Mitleidenschaft gezogen.» Hier habe es insbesondere den Ausflugsverkehr am Wochenende betroffen. «Aber auch die Pendler waren unter anderem von den dauerhaften Abweichungen von der vereinbarten Regelzugbildung massiv betroffen.»