© Karl-Josef Hildenbrand

Maskenpflicht auch im Hort: Mehr Corona-positive Schüler

München (dpa/lby) – Kinder im Hort und in der Mittagsbetreuung in Bayern müssen bei hohen Corona-Zahlen nun auch eine Maske tragen. «Da in unseren Horten meist Kinder aus unterschiedlichen Klassen, oft sogar aus unterschiedlichen Schulen, zusammenkommen, führen wir auch in den Horten eine Maskenpflicht ein. Damit vermeiden wir auch weiterhin, dass dort, wo es zu einer Infektion kommt, diese innerhalb der Einrichtungen weitergetragen wird», sagte Bayerns Familienministerin Carolina Trautner (CSU) am Freitag.

Dabei gilt: Bei einem Überschreiten des Warnwerts von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, also in der roten Phase, müssen die Kinder auch in den Gruppenräumen und in Mehrzweckräumen eine Maske tragen. Liegen die Zahlen darunter – also in der sogenannten gelben oder grünen Phase -, müssen sie diese nicht in den Betreuungsräumen tragen. Die Pflicht gilt auch für Betreuer.

In Grundschulen müssen Kinder schon jetzt eine Maske aufhaben, bis sie im Klassenzimmer sind. Dort dürfen sie sie abnehmen. Sollten die Infektionszahlen aber über dem Grenzwert liegen, droht den Kindern auch im Unterricht eine Maskenpflicht.

Die Zahl der Schüler und Lehrer in Quarantäne nimmt derweil stetig zu. Etwa 19 000 Schüler (von rund 1,65 Millionen in Bayern) und 1705 Lehrer (von 155 000) waren Stand Freitag isoliert. Das geht aus Zahlen des Kultusministeriums hervor. Rund 800 Schüler sind an Corona erkrankt – in der Vorwoche waren es noch etwa 330. Bei den Lehrern sind 93 erkrankt, in der Vorwoche waren es 62.

Von den Kitas waren Stand Donnerstag 121 (von bayernweit rund 9800) geschlossen – davon 36 vollständig und 85 teilweise, teilte das Sozialministerium mit.