Der Erzbischof von München Reinhard Kardinal Marx (l)., © Angelika Warmuth/dpa/Archivbild

Marx: «Pfingstlich erneuerte Kirche» ist Hoffnungszeichen

Die christliche Pfingstbotschaft ist nach Worten des Münchner Kardinals Reinhard Marx unvereinbar «mit Nationalismus, mit Hass gegen andere, mit Ausgrenzung und Unterdrückung».

Eine «pfingstlich erneuerte Kirche» werde zu einem Hoffnungszeichen in einer Welt, die Orientierung und Halt verliere, die sich immer stärker hin zu Egoismen, Imperialismus, Eroberungsfantasien und Unfreiheit bewege, sagte der Erzbischof von München und Freising laut Mitteilung am Pfingstsonntag im Münchner Liebfrauendom.

Angesichts all der Transformationen und Erschütterungen, die auch die Kirche erlebe, «sollten wir dem pfingstlichen Geist trauen». Diesem Geist entsprechend müsse auch innerhalb der Kirche «jede Spur von Gegeneinander, von Abgrenzung, von Ständegesellschaften» überwunden werden.

In Bamberg rief Erzbischof Ludwig Schick die Gläubigen zum Gebet zum Heiligen Geist auf. «Der Heilige Geist will das Leben heiligen, heil machen und in jeder Hinsicht gesund erhalten», sagte er in seiner Predigt zu Pfingsten. «Um diesen Heiligen Geist bitten wir in unserer Zeit, die von so viel Unheil heimgesucht wird.»

An Pfingsten erinnert das Christentum an die biblische Erzählung, wonach den verzagten Jüngern der Heilige Geist geschickt wurde – und sie fortan in fremden Sprachen reden und mutig von Jesus und seinen Taten erzählen konnten. Machtvoll wie ein Feuersturm sei Gottes Geist auf sie herabgekommen, heißt es in der Apostelgeschichte.