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Mädchen zum Missbrauch angeboten: Urteil erwartet

Schweinfurt (dpa) – Im Prozess um schweren sexuellen Missbrauch und Zwangsprostitution eines Mädchens soll heute das Urteil gegen den Hauptangeklagten fallen. Dem 49-Jährigen wird vorgeworfen, das Kind seiner Lebensgefährtin in Dutzenden Fällen schwer sexuell missbraucht zu haben. Zudem soll er das Mädchen auf Autobahnparkplätzen zum Missbrauch angeboten haben. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft weitgehend eingeräumt.

Staatsanwaltschaft und Nebenklage forderten eine Freiheitsstrafe von elfeinhalb Jahren. Die Verteidigung plädierte für eine Freiheitsstrafe von unter zehn Jahren. Die Taten sollen zum Teil fotografiert und gefilmt worden sein. Das mutmaßliche Opfer war bei den Übergriffen zwischen neun und elf Jahren alt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Mutter die Übergriffe zwischen Sommer 2018 und Sommer 2020 gebilligt habe. Die 39-Jährige muss sich in einem gesonderten Verfahren wegen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern durch Unterlassen vor Gericht verantworten.

Ein weiterer Verdächtiger soll sich in mindestens zwei Fällen an der Schülerin vergangen haben. Der Prozess gegen den 50-Jährigen wegen Kindesmissbrauchs startet nächste Woche.

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