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Machtkampf im Rotlichtmilieu: Gerichtsverhandlung vor Urteil

Bamberg (dpa/lby) – Der langwierige Prozess um einen Machtkampf im Bamberger Rotlichtmilieu steht vor dem Ende. Das Landgericht Bamberg wird an diesem Mittwoch das Urteil verkünden, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte.

Sieben Angeklagte aus dem Raum Bamberg stehen seit Ende Februar vor Gericht – wegen schwerer Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Sie sollen, so die Staatsanwaltschaft, Brandanschläge und Anschläge mit stinkender Buttersäure verübt haben, um ein konkurrierendes Bordell zur Aufgabe zu zwingen. Als Drahtzieher gilt den Ermittlern der 55 Jahre alte Hauptangeklagte. Er hatte die Vorwürfe jedoch zurückgewiesen, er habe erst im Nachhinein von den Anschlägen erfahren. Seine Geschäfte seien bis zuletzt gut gelaufen, es habe also keinen Grund gegeben, andere Betriebe zu bekämpfen. Sein Verteidiger plädierte deshalb auf Freispruch.

Die Staatsanwaltschaft verlangte in ihrem Plädoyer Strafen von zweieinhalb Jahren bis sieben Jahre und zehn Monate für die Angeklagten.