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Lokschuppen eröffnet mit Saurierausstellung neu

Rosenheim (dpa/lby) – Mit einer Ausstellung über Meeressaurier eröffnet der Lokschuppen Rosenheim nach eineinhalbjähriger Sanierung neu. Von Donnerstag an sind mehr als 200 originale Fossilien, Skelette, Abgüsse sowie digitale Inszenierungen zu sehen – eine Zeitreise in die Welt der Dinos vor 230 bis 66 Millionen Jahren. Nach Angaben der Veranstalter ist es die weltgrößte Ausstellung über Meeressaurier. In einem digitalen Aquarium werde die Welt von damals mit 3D-animierten Sauriern lebendig.

An der in Zusammenarbeit mit dem Senckenberg Museum Frankfurt erstellten Schau hatten Biologen, Paläontologen, Kunsthandwerker und Künstler gearbeitet. Ein internationales Team in Venetien fertigte exklusiv 22 Saurier-Modelle. Die größten sind der zwölf Meter lange Mosasaurier «Tylosaurus proriger» und der zehn Meter lange Spinosaurus. Die originalen Fossilien stammen unter anderem aus dem Senckenberg Naturmuseum, etwa ein Original-Blauwalunterkiefer. «Wir entführen die Besucher in eine Unterwasserwelt im Erdmittelalter. Unsere Zeitreise beginnt vor etwa 250 Millionen Jahren und endet ganz radikal mit dem Aussterben der Saurier», sagt Bernd Herkner, Direktor des Naturhistorischen Museums in Mainz.

Die Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim investierte rund 3,1 Millionen Euro in die Ausstellung, davon sollen rund 86 Prozent durch Eintrittsgelder wieder hereinkommen. Gerechnet werde mit 290 000 Besuchern bis zum 13. Dezember 2020. Der Lokschuppen zählt mit diesen Besucherzahlen zu den Top Ten der deutschen Ausstellungshäuser.

Mit der 11,65 Millionen Euro teuren Sanierung wurden unter anderem vier neue Räume für die Museumspädagogik geschaffen und Brandschutz, Dach, sowie Heizungs- und Klimatechnik auf neuesten Stand gebracht.