Ein Polizist hält bei einer Verkehrskontrolle eine Polizeikelle in der Hand., © Jonas Güttler/dpa/Symbolbild

Lkw mit manipulierter Software in Oberfranken entdeckt

«Tickende Zeitbombe»: Ein Lastwagen mit manipuliertem Fahrtschreiber sowie Mängeln an den Bremsen und der Lenkung war im Landkreis Coburg unterwegs. Auf der Autobahn bei Lichtenfels überprüften Beamte den Lkw, der auf dem Weg zurück nach Spanien war, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Bei der Kontrolle am Dienstag entdeckten sie, dass das Gerät zur Aufzeichnung der Geschwindigkeit nicht funktionierte. Zwei Tage wurde der Lkw in einer Werkstatt untersucht, bis die Mitarbeiter auf die manipulierte Software stießen, die «nur schwer nachzuweisen» sei. Eine Auswertung der Daten habe ergeben, dass der Lastwagen mit bis zu 130 Stundenkilometern statt den in Deutschland erlaubten 80 unterwegs war.

Drei Wochen vorher, bei einer Kontrolle in Frankreich, war ein vorheriger Fahrer mit demselben Sattelzug ebenfalls erwischt worden. Mit einem Magneten am Tachosystem wurde die Geschwindigkeitskontrolle verfälscht. Die französischen Beamten ließen den Magneten entfernen.

Den Angaben der Polizei zufolge seien Lastwagen mit solchen Manipulationen eine «tickende Zeitbombe». Sie ermittelt nun gegen den Fahrer und die Firma.