Ein Staatsanwalt steht vor einem Stapel Gerichtsakten., © Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Linksextremes Blatt soll zu Brandanschlägen aufgerufen haben

Wegen des Verdachts der Verherrlichung von linksextremistischen Taten ermitteln die Kripo und die Münchner Generalstaatsanwaltschaft gegen mehrere Beschuldigte. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, eine Publikation herausgegeben zu haben, in der zu Straftaten wie zu Angriffen auf Polizisten oder Brandanschlägen auf Infrastruktureinrichtungen aufgerufen und verherrlichend über reale Taten berichtet worden sei.

Wie die Ermittler am Donnerstag mitteilten, wurden in Stadt und Landkreis München sieben Durchsuchungsbeschlüsse vollzogen. Es geht um den Tatverdacht der Gründung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Ausgangspunkt waren nach den Angaben die Ermittlungen gegen zwei Männer und eine Frau im Alter von 27 und 28 Jahren.

«Diese hatten mutmaßlich über mehrere Jahre hinweg eine Publikation mit linksextremistischem Inhalt herausgegeben», hieß es. In dem Blatt sei über Brandanschläge auf Polizeiautos oder Funkmasten positiv berichtet worden. Auch die Brandstiftung an einem Kabelschacht, der im Mai 2021 im Osten Münchens zu Stromausfällen und Millionenschäden führte, sei verherrlicht worden.

Nach den Durchsuchungen in Wohnungen und gemieteten Kellern ließ die Polizei Druckmaschinen per Lastwagen abtransportieren. Darüber hinaus wurden bei der Aktion am Dienstag unter anderem Computer und Mobiltelefone sichergestellt. Haftbefehle wurden gegen die Beschuldigten zunächst nicht beantragt.