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Lehrerverband: Politische Bildung an den Schulen stärken

München (dpa/lby) – Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) fordert mehr Zeit für politische Bildung an den Schulen. Demokratisches Verhalten müsse gelebt und an den Schulen eingeübt werden, sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann am Dienstag mit Blick auf den Weltkindertag an diesem Donnerstag (20. September). Im Vergleich zu anderen Ländern mache Bayern bei der politischen Bildung keine gute Figur. Demokratie könne im schulischen Alltag etwa mit einem Klassenrat oder einem Schülerparlament eingeübt werden.

Mit der Forderung nach Stärkung der politischen Bildung an den Schulen rennt der BLLV beim Kultusministerium offene Türen ein. Kultusminister Bernd Sibler (CSU) betonte anlässlich des Weltkindertags am Dienstag, dass er Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit stärken und zu Beteiligten machen möchte. Gerade im Schulbereich halte er es für notwendig, ihnen viele Formen der Mitbestimmung zu eröffnen.

Unter dem diesjährigen Motto des Weltkindertages «Kinder brauchen Freiräume» fordern Unicef Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk Bund, Länder und Kommunen dazu auf, mehr Möglichkeiten zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu schaffen.