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Lechwerke: Mehr Sonnenenergie und viel weniger Wasserkraft

Augsburg (dpa/lby) – Etwas mehr Strom aus Solaranlagen, aber viel weniger aus Wasser- und Windkraftanlagen: Das ist die Bilanz des Rekordsommer-Jahres 2018 für die Augsburger Lechwerke-Tochter LEW Verteilnetz. Rund 72 000 Photovoltaik-Anlagen hätten 1660 Millionen Kilowattstunden ins Netz gespeist, fünf Prozent mehr als im Vorjahr und – rein theoretisch – genug, um 470 000 Durchschnitts-Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen, teilte das Unternehmen am Montag mit.

«Aber nicht immer können wir den hier erzeugten Strom auch in der Region verbrauchen», sagte Geschäftsführer Josef Wagner. «An mehr als 150 Tagen wurde so viel Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, dass wir ihn ins Übertragungsnetz zurückgespeist haben.» Das erfordere hohe Investitionen ins Netz.

Weil der Sommer nicht nur sonnig, sondern auch trocken war, fiel die Stromerzeugung aus Wasserkraft um 19 Prozent auf 1700 Millionen Kilowattstunden. Bei den 100 Windkraft-Anlagen im Netzgebiet ging die Erzeugung sogar um 23 Prozent zurück auf 230 Millionen Kilowattstunden.