Stephanie Müller als polnische Königstochter Hedwig und Felix Feigel als Herzogssohn Georg winken., © picture alliance/Armin Weigel/dpa/Archivbild

«Landshuter Hochzeit» vergibt rund 850 Rollen neu

Rund 850 Rollen für das traditionsreiche Historienspiel «Landshuter Hochzeit 1475» werden nach Veranstalterangaben neu besetzt. Ab 30. Juni wird dann wieder feierlich geheiratet. Die Festspiele gehen eigentlich alle vier Jahre über die Bühne. Wegen der Corona-Pandemie war die Spielzeit 2021 ausgefallen und auf 2023 verschoben worden. Etwa 2400 Mitwirkende sind bei dem gut dreiwöchigen Spektakel dabei. Veranstalter ist der Verein Die Förderer.

Für die neu zu vergebenden Rollen hatten sich im vergangenen Jahr demnach 2300 Vereinsmitglieder beworben. Ab 6. Januar beginnt die Vorstellungsphase. An mehreren Wochenenden bekommen alle Bewerber die Chance, sich vorzustellen und eine der begehrten Rollen zu ergattern.

Voraussetzungen sind: Wohnsitz in Stadt oder Landkreis Landshut, Vereinsmitgliedschaft und die Haarlänge. Die Frisuren der Darsteller sollen schließlich der Mode im Mittelalter entsprechen. «Von etlichen Würdenträgern der Landshuter Hochzeit sind Gemälde überliefert, so dass wir teilweise auch nach Ähnlichkeiten Ausschau halten», sagt Stefan Härtl, zweiter Vereinsvorsitzender und Chef des Kostümfundus‘. Bei machen Rollen entscheide schlichtweg das Los. So gebe es 400 Bewerbungen für Edeldamen, aber nur 100 Kostüme.

Anfang März werden die ausgewählten Bewerber informiert. Die wichtigsten Rollen – die des Brautpaares – sollen am 10. März verkündet werden. Dafür könne man sich nicht selbst bewerben. Vielmehr würden aus allen Bewerbern zwei Kandidaten ausgewählt und mit einem «Antrag» des Vorstandes überrascht, teilte der Verein mit.

Mit dem Historienspiel wird die Hochzeit von Herzog Georg dem Reichen von Bayern-Landshut mit Hedwig von Polen im Jahr 1475 nachempfunden. Die «Landshuter Hochzeit 1475» ist 2018 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Unesco-Kulturerbes aufgenommen worden.