Erzbischof Ludwig Schick., © Kay Nietfeld/dpa

Laiengremium lobt scheidenden Erzbischof Schick

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern hat den zurückgetretenen Bamberger Erzbischof Ludwig Schick gewürdigt. Der Chef des Laiengremiums, Joachim Unterländer, beschrieb Schick als einen Bischof, der sich Änderungen nicht verschließe und seine Kirche voranbringe und zukunftsfest machen wolle. Schicks Vorschläge etwa zur Frauenweihe, zur Aufhebung des Pflichtzölibats oder zur Amtszeitbeschränkung für Bischöfe zeugten davon, sagte Unterländer laut Mitteilung vom Mittwoch.

Wie an Allerheiligen bekannt wurde, nahm Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch des 73 Jahre alten Erzbischofs nach 20 Jahren im Amt an. Schick begründete seinen Rücktritt damit, dass er bevorstehende wichtige Entscheidungen und Weichenstellungen einem jüngeren Nachfolger überlassen möchte.

Am Mittwochmorgen feierte er einen Gottesdienst im Bamberger Dom – zum ersten Mal als Erzbischof außer Dienst. «Ich muss mich daran gewöhnen, Sie auch. Aber wir in Franken sagen: Das wird schon», sagte Schick zu den Gläubigen.

Wann ein Nachfolger feststeht, ist unklar. Das Bamberger Domkapitel wird nun zunächst einen Administrator wählen, der das Erzbistum bis dahin kommissarisch leitet.