Länder bauen Kompetenzzentrum für Katastrophenschutz auf

Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich bei ihrer Frühjahrskonferenz in Würzburg auf den Aufbau eines gemeinsamen Kompetenzzentrums für den Zivil- und Katastrophenschutz geeinigt. Das Kompetenzzentrum soll beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn angesiedelt werden. Bund und Länder entsenden Experten. Ziel sei es, sich bestmöglich auf Krisen vorzubereiten – von Hochwasserlagen bis zum Krieg in der Ukraine. Die Vereinbarung zum Aufbau des Zentrums unterzeichneten Vertreter der 16 Bundesländer und des Bundes am Donnerstag in Würzburg.

«Wir machen ein gemeinsames Lagebild, das heißt die Informationen werden gemeinsam geteilt», schilderte Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Im Schadensfall solle gemeinsam entschieden werden, wie etwa einer Katastrophe begegnet werden solle. «Natürlich macht es Sinn, wenn ein Land besonders häufig betroffen ist von Hochwasser, dass es dann möglicherweise auch die Leitung übernimmt oder dass der Bund Hilfe zur Verfügung stellt», sagte die SPD-Politikerin.