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«Kunstcampus von Weltrang»: Neue Planungen für Pinakothek

München (dpa/lby) – Das Kunstareal in München mit dem zweiten Bauabschnitt der Pinakothek der Moderne kann unabhängig von den Plänen des Architekten Stephan Braunfels realisiert werden. «Jetzt können wir darüber nachdenken, wie ein Museum der Zukunft aussehen soll und was es da alles braucht», sagte der Schirmherr der Stiftung Pinakothek der Moderne, Franz Herzog von Bayern, am Montag in München. Die neuen Planungen sind möglich, weil die Stiftung dem Architekten des Pinakotheken-Baus die Nutzungsrechte für diesen zweiten Bauabschnitt abgekauft hat.

Franz Herzog von Bayern, Oberhaupt des Hauses Wittelsbach, schwebt rund um das markante Gebäude ein Kunstcampus von Weltrang vor. «Es muss ein großer Wurf werden, das ist ganz, ganz wichtig», forderte er. «Wir müssen da groß denken, aber nicht großspurig.»

Die Pinakothek der Moderne wurde 2002 eröffnet und beherbergt vier Museen für moderne Kunst, Grafik, Architektur und Design. Mit Braunfels gab es öfter Auseinandersetzungen, unter anderem hatte er den Kostenrahmen für das staatliche Museum als zu niedrig empfunden. Die Pläne für den zweiten Bauabschnitt liegen seit Jahren auf Eis. In einer Erweiterung könnte die Staatliche Graphische Sammlung mehr Platz bekommen. Ein Beginn der Arbeiten sei aber erst in den 2020er Jahren denkbar, sagte Kunstminister Bernd Sibler (CSU).

Im Kunstareal befinden sich neben Museen wie den Pinakotheken auch das Museum Brandhorst, die Glyptothek am Königsplatz, die Hochschule für Fernsehen und Film sowie universitäre Einrichtungen.