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Kontrolle in Münchberg: Vermeintlicher Totschlag aufgedeckt

Eigentlich sollte es nur eine Routinekontrolle in einem Reisebus am Autohof Münchberg werden. Polizisten haben dabei jetzt allerdings ein vermeintliches Totschlagsdelikt aufgedeckt.

Selber Bundespolizisten haben den 38 Jahre alten Mann gestern in einem Reisebus mit Fahrtziel Mailand kontrolliert und bei ihm einen abgelaufenen italienischen Aufenthaltstitel gefunden. Seine Angaben zu seinem Aufenthalt in Deutschland haben sich außerdem nicht mit den Erkenntnissen der Polizei gedeckt. Bei der anschließenden Vernehmung hat der Mann angegeben, dass seine Frau tot in der gemeinsamen Wohnung in Ahrensburg in Schleswig-Holstein liegen soll. Sie habe sich zwei Tage vorher selbst getötet.

In der Flüchtlingsunterkunft haben Polizisten tatsächlich den Leichnam der 23 Jahre alten Frau gefunden. Ein Rechtsmediziner hat aber festgestellt, dass sich die Frau die Verletzungen wohl nicht selbst zugefügt hat. Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat beim Amtsgericht Hof einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags gegen den 38-jährigen Ehemann beantragt.