Der Schriftzug der Knaus-Tabbert AG ist an einem Gebäude auf dem Werksgelände angebracht., © Armin Weigel/dpa/Archivbild

Knaus Tabbert senkt Prognose

Der Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert kämpft mit Lieferengpässen und Preissteigerungen und hat seine Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Der Umsatz soll zwar um acht Prozent auf mehr als eine Milliarde Euro steigen, aber als bereinigter Betriebsgewinn (Ebitda) dürften davon lediglich mehr als sechs Prozent bleiben, teilte das Unternehmen am Montag im ostbayerischen Jandelsbrunn mit. Bisher hatte Knaus Tabbert eine Ebitda-Marge über dem Vorjahreswert von sieben Prozent in Aussicht gestellt.

Gründe für die Korrektur seien Personalaufbau sowie höhere Materialkosten. «Diese resultieren unter anderem aus niedrigeren Liefermengen für Chassis von Stellantis in Verbindung mit mengenabhängigen Rabattstaffeln», erklärte Knaus Tabbert. Probleme bei den Zulieferungen führten im zweiten Quartal zu geringeren Umsätzen und erhöhten Beständen. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) fiel im ersten Halbjahr auf 25,5 Millionen Euro, nach 45 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Im Gesamtjahr erwartet Knaus Tabbert jedoch ein bereinigtes Ebitda über dem Vorjahr. Auf Grund zusätzlich verfügbarer Chassis von Mercedes, Ford, MAN und Volkswagen soll die Zahl der Auslieferungen im zweiten Halbjahr aber deutlich zunehmen. Die Nachfrage sei hoch.