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Klöster werden immer häufiger an Privatpersonen verkauft

Köln/München (dpa/lby) – In Deutschland werden immer öfter Klöster an Privatinvestoren verkauft. «Der Trend zu Privatpersonen ist da», sagte Ralf Olbrück, Geschäftsführer der Vermögensberatung und -verwaltung Pro Secur mit Sitz in Köln und München auf Anfrage. Er kümmert sich seit 30 Jahren um die Vermarktung von Klöstern und Ordensgebäuden. Häufig würden ehemalige Klöster zu Mehrgenerationenhäusern. Im Schnitt dauert der Verkauf eines Klosters Olbrück zufolge zwei Jahre.

Meist sind Überalterung und Nachwuchsmangel der Grund für die Schließung von Klöstern. Bundesweit hat sich die Zahl der Männer in Brüderorden der Deutschen Ordensobernkonferenz nach deren Angaben zwischen 1997 und 2017 halbiert – von 330 auf 162. Frauenorden hatten 1997 in Deutschland noch 35 160 Mitglieder, 2017 waren es mit 15 038 weniger als die Hälfte. Auch die Zahl der Mitglieder von Priesterorden sank: von 5721 auf 3642. Die Entwicklung im Erzbistum München und Freising ist ähnlich: Aktuell gibt es dort etwa 1700 Ordensfrauen und 485 Ordensmänner, vor fünf Jahren wirkten noch fast 2100 Schwestern und gut 500 Ordensmänner.