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Klippenspringerin Schmidbauer vor WM ins «Planschbecken»

Gwangju (dpa) – Klippenspringerin Iris Schmidbauer erlebt bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Gwangju beim Wettkampf aus atemberaubender Höhe eine persönliche Premiere. «Ich habe wirklich das allererste Mal Bedenken, dass ich mich frage, mmh 20 Meter – reicht das aus für meinen Sprung?», sagte die 24-Jährige lachend. «Sonst war es mir immer recht, wenn es gerade 20 Meter waren und kein Meter mehr. Aber mit meinem neuen Sprung wäre es nicht schlecht, wenn es wie im Libanon zwei Meter höher wäre.»

Schmidbauer hatte beim Wettbewerb der Red Bull Cliff Diving World Series vor einer Woche im Libanon den vierten Platz belegt. Sie ist die einzige deutsche Starterin, Kollege Manuel Halbisch musste die WM-Teilnahme verletzt absagen. Die Männer springen aus 27 Metern Höhe.

In Südkorea würde die Bayerin gerne besser als 2017 in Budapest abschneiden, als sie Zehnte wurde. «Ich möchte meine persönliche Bestleistung bringen oder toppen. Ich war punktemäßig schon nicht so weit vom dritten Platz weg. Es wäre ein Traum, aufs Podium zu kommen», sagte Schmidbauer der Deutschen Presse-Agentur.

Von den Bedingungen vor Ort ist sie insgesamt angetan, wie auch vom Miteinander mit den Athleten aus anderen Sportarten. Die Wettkampfstätte sei «super cool angelegt und alles ist tiptop», schilderte sie. «Der Pool sieht natürlich eher aus wie ein Planschbecken von oben. Das bin ich aber jetzt schon von Budapest gewöhnt und fühle mich recht wohl.» Für gewöhnlich springen die Klippenspringer, im WM-Programm offiziell High Diver genannt, vor imponierenderen Kulissen.