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Klimaproblem Erdgas: Porzellanbranche fürchtet höheren CO2-Preis

Sie hat eine Tradition bei uns in der Region und durch die Billig-Konkurrenz harte Jahre hinter sich: die Porzellanindustrie. Jetzt sehen die Firmen und die Gewerkschaft ein neues Problem: die Energiepolitik.

Bei der Porzellanindustrie handele es sich nun einmal um eine CO2-intensive Industrie, so die IG Bergbau, Chemie, Energie für Nordostbayern. Die Branche zeigt sich beunruhigt darüber, dass sie möglicherweise für den Klimaschutz höhere Preise für den CO2-Ausstoß zahlen muss. Um Porzellan zu brennen, sei Erdgas notwendig, betont die Gewerkschaft. Beispiel Rosenthal in Selb: Das Unternehmen hat in den vergangenen zehn Jahren Millionenbeträge in Energieeinsparung und Umweltschutz investiert. In einer gemeinsamen Erklärung haben sich Firmen aus der Keramik- und auch der Textilbranche, Gewerkschaft und Betriebsräte aus der Region an die Bundespolitik gewandt, um eine deutlichere Entlastung zu fordern. Sie befürchten, dass Stellen ins benachbarte Tschechien abwandern.