Die Oberbürgermeisterin der Stadt Hof, Eva Döhla (SPD)., © Nicolas Armer/dpa

Keine «Wärschtlamo»-Ampel in Hof

Die Stadt Hof bekommt den Wunsch nach einer Fußgängerampel mit einem Motiv der lokalen Kultfigur «Wärschtlamo» nicht erfüllt. Im Bauausschuss sei ein entsprechender Antrag abgelehnt worden, teilte ein Sprecher der Stadt mit. «Es wäre rechtswidrig, so eine Ampelanlage aufzustellen», sagte die Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD). «Das ist sehr schade, denn es war eine schöne Idee.»

Die «Wärschtlamänner» verkaufen im Wasserdampf in einem Messingkessel warmgemachte Würste, die in einem «Stölla», also einer länglichen Semmel, serviert werden. Klassischer Werbespruch: «Haaß sensa, kold wernsa!» («Heiß sind sie, kalt werden sie»). Der «Wärschtlamo» sei ein Hofer Original und Sympathieträger, sagte Döhla.

Anlässlich 150 Jahre «Wärschtlamo» hatte die SPD bereits im vergangenen Jahr angeregt, Ampeln mit dem Motiv umzurüsten. Döhla sagte, es habe eine «ganz klare Ansage» der Regierung von Oberfranken gegeben, dass das aus rechtlichen Gründen nicht gehe.

Von der Regierung hieß es, auch wenn man die besondere Bedeutung als sympathisches, identitätsstiftendes Aushängeschild der Stadt sehr schätze, seien die Vorgaben des Straßenverkehrsrechts entscheidend. Demnach dürfen nur die in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) abgebildeten Verkehrszeichen verwendet werden. In Oberfranken gibt es mit der «Sams»-Ampel in Bamberg zwar eine ähnliche Umgestaltung – die steht aber auf einem Spielplatz und regelt nicht den Verkehr.

In Hof hatte man noch überlegt, sich an Augsburg zu orientieren, wo eine Kasperl-Ampel an die Augsburger Puppenkiste erinnert. Die Regierung von Schwaben habe dort unter der Maßgabe zugestimmt, dass die Stadt die alleinige Haftung bei Fußgängerunfällen tragen müsse. Eine «Wärschtlamo»-Ampel auf eigenes Risiko lehnten die Hofer Stadträte im Bauausschuss dann aber ab. Die Symbolfigur soll nun anderweitig, etwa mit einem «Wärschtlamo»-Weg, gewürdigt werden.