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Katholiken-Komitee: Respekt für Opfer sexuellen Missbrauchs

München (dpa/lby) – Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern hat einen Maßnahmenkatalog für die Prävention von sexuellem Missbrauch Minderjähriger in der katholischen Kirche veröffentlicht. Darin fordert es mehr Respekt für Opfer und will die Opferfürsorge vorantreiben, wie am Donnerstag in München mitgeteilt wurde.

In zwölf Punkten wendet sich das Komitee an die Freisinger Bischofskonferenz. So soll es in Bayern zukünftig eine Anlaufstelle für Betroffene geben, in der diese therapeutische Hilfe bekommen können. Darüber hinaus stellt das Komitee die Zugangsvoraussetzungen für das Priesteramt infrage. Demnach seien die bisherigen Kriterien «männlich und unverheiratet (…) nicht zukunftsweisend». Das Landeskomitee kritisiert außerdem, dass das unhinterfragte Vertrauen in das Handeln und Denken von Klerikern, den Nährboden für das fehlende Verständnis von Opfern geschaffen habe.

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern wurde 1951 gegründet und ist der Zusammenschluss der Diözesanräte der sieben bayerischen Bistümer. Es ist das oberste Laiengremium der katholischen Kirche in Bayern.