Jonathan Burkardt von Mainz zieht nach dem Schlusspfiff das Trikot hoch., © David Inderlied/dpa/Archivbild

Kapitän Burkardt muss U21-Comeback vermutlich verschieben

Kapitän Jonathan Burkardt muss sein Comeback in der deutschen U21 vermutlich verschieben. «Ich gehe nicht davon aus, dass er zu uns kommen wird. Das ist sehr bitter, weil Johnny der Kapitän der Mannschaft ist, eine Führungspersönlichkeit. Er ist auch außerhalb des Platzes extrem wichtig für mich und für die Mannschaft», sagte Trainer Antonio Di Salvo am Montag bei einer Pressekonferenz.

«Die Wahrscheinlichkeit, dass er zu uns anreisen wird, war sehr gering, weil er beim Laufen ein bisschen weggeknickt ist im Knie und einen Schmerz verspürt hat», sagte der Coach der deutschen Auswahl, die am Samstag das letzte Länderspiel des Jahres in Italien absolviert. Man wolle kein Risiko eingehen.

Burkardt, der beim 1:1 seines FSV Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt die Führung erzielte und später angeschlagen ausgewechselt wurde, hatte die vergangenen beiden U21-Länderspiele gegen Frankreich (0:1) und England (1:3) verpasst. Insgesamt liegt eine schwierige Zeit hinter dem 22-Jährigen, der zwischenzeitlich als Überraschungskandidat für einen Platz im WM-Kader von Bundestrainer Hansi Flick genannt worden war.

Für die ungewöhnliche Länderspielphase, für die es keine Aufstellungspflicht durch die Vereine gab, kann Di Salvo nicht auf alle Spieler zurückgreifen, die er gerne dabei gehabt hätte. Josha Vagnoman geht mit dem VfB Stuttgart auf eine USA-Reise, für Faride Alidou geht es mit Eintracht Frankfurt nach Japan. Die Vereine hätten sich entschlossen, dass die beiden mitreisen sollen, sagte Di Salvo. Das sei schade, aber man müsse es akzeptieren. «Es ist eine Chance für andere Spieler», sagte der 43-Jährige. Dass andere Clubs mehrere Profis abgestellt hätten – namentlich nannte er den SC Freiburg und den 1. FC Köln – sei «eine tolle Sache».

Am Sonntagmorgen nach dem Spiel gegen Italien reist die DFB-Auswahl zurück nach Deutschland und trifft sich dann im März 2023 wieder, um die beiden letzten offiziellen Länderspiele vor der U21-EM in Rumänien und Georgien (21. Juni bis 8. Juli 2023) zu absolvieren.