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Kapazität der Impfzentren: auslastbar

München (dpa/lby) – Angesichts der zusehends kritischeren Corona-Lage hat der Präsident des Bayerischen Landkreistags, Christian Bernreiter (CSU), ein schnelles Bund-Länder-Treffen angemahnt. Wenn für die Corona-Auffrischungsimpfungen die Kapazität in den Impfzentren wieder hochgefahren werden soll, brauche es Vorlauf. «Wir können das nicht aus dem Ärmel zaubern», sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Landkreise bräuchten klare Ansagen, was erforderlich sei. Bayern sei allerdings gerüstet, weil die Kapazität der Zentren nicht massiv heruntergefahren worden sei.

«Aktuell bestehen 81 Impfzentren als Basisstationen mit reduzierter Kapazität», erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. «Die mobilen Impfteams setzen derzeit bei der Durchführung von Auffrischungsimpfungen ihren Schwerpunkt auf Alten- und Pflegeheime, um dort das Personal und die besonders vulnerablen Bewohnergruppen zu schützen.» Die Impfzentren könnten bei Bedarf ihre Kapazitäten aufstocken. Der Sprecher verwies darauf, dass Auffrischungsimpfungen vor allem in niedergelassenen Praxen erfolgen sollten, aber auch in Krankenhäusern möglich seien.

Hintergrund der Thematik ist ein Vorstoß des geschäftsführenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU), die regionalen Impfzentren für die Auffrischungsimpfungen rasch wieder hochzufahren und das Vorgehen bei einem Bund-Länder-Gipfel abzustimmen.

Auffrischungen sind mindestens sechs Monate nach einer vollständigen Corona-Impfung möglich. Angeboten wird dies unter anderem Älteren, Corona-Risikogruppen und Geimpften mit Astrazeneca und Johnson & Johnson. Für alle anderen ist es aber auch möglich.

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