© Michael Kappeler

Kandidaten für CDU-Vorsitz betonen fairen Wettstreit

Berlin (dpa) – Bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt haben sich die drei aussichtsreichsten Kandidaten für den CDU-Vorsitz mit einem Bekenntnis zu einem fairen Wettkampf präsentiert. «Ich freue mich auf diesen fairen Wettbewerb», sagte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer in Berlin.

Neben ihr wollen sich der frühere Unionsfraktionschef
und Gesundheitsminister Jens Spahn auf dem CDU-Parteitag am 7. Dezember zur Wahl stellen.

Vor dem
mit der Frauen-Union sagte Spahn, die CDU müsse bei den Wählern «Vertrauen zurückgewinnen». Gleichzeitig betonte er, die Zeit unter der Vorsitzenden Angela Merkel seien «18 gute Jahre» gewesen. Merz sagte, sein Ziel sei es, dass die CDU eine «Volkspartei bleibt, die in der Lage ist, zur politischen Mitte hin zu integrieren». Das «Ausfransen an den Rändern» müsse gestoppt, im besten Fall sogar rückgängig gemacht werden.

Der Vorstand der CDU-Frauenvereinigung hatte sich zuvor bereits klar für
ausgesprochen. Anders als bei seinen Mitbewerbern steht die offizielle Nominierung bei Spahn noch aus. Der Vorstand des CDU-Kreisverbandes im münsterländischen Borken wollte ihn am Freitagabend bei einer nicht öffentlichen Klausur in Nordhorn (Niedersachsen) nominieren.

Bundeskanzlerin Merkel hatte nach den schweren Verlusten für die Union bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen ihren Rückzug vom CDU-Vorsitz beim Parteitag in Hamburg angekündigt.

Die Kandidaten für ihre Nachfolge wollen sich bei acht Regionalkonferenzen der Parteibasis präsentieren. Das erste Treffen ist für kommenden Donnerstag in Lübeck angesetzt. Danach stellen sich die Kandidaten in Mainz, Seebach in Thüringen, Halle/Saale, Böblingen, Düsseldorf, Bremen und zum Abschluss am 30. November in Berlin vor. Auf den Regionalkonferenzen wollen sie nach einer Bewerbungsrede auch Fragen der Parteimitglieder beantworten.