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Jüdischer Kulturpreis für Alt-Bundespräsident Gauck

München (dpa/lby) – Alt-Bundespräsident Joachim Gauck ist am Donnerstag in München mit dem Simon-Snopkowski-Ehrenpreis ausgezeichnet worden. Er wurde geehrt für seine «herausragenden Verdienste um die konsequente Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft», wie es in der Begründung hieß.

Der Preis wird alle zwei Jahre von der Gesellschaft für jüdische Kultur und Tradition verliehen. Seit 2010 erhält eine Persönlichkeit oder eine Institution einen Ehrenpreis für besondere Verdienste um das Judentum und das Zusammenwirken von Juden und Christen.

Außerdem wurden vier Schulen ausgezeichnet: Das Regiomontanus-Gymnasium in Haßfurt bekam einen Preis für ein internationales Projekt zur jüdischen Geschichte Europas, das Friedrich-Rückert-Gymnasium Ebern für eine Wanderausstellung über das Schicksal jüdischer Kinder in der Zeit des Nationalsozialismus und das Gabrieli-Gymnasium Eichstätt für eine Ausstellung über das Erbe von Emilie und Oskar Schindler. Ein Sonderpreis ging an das Gymnasium Höchstadt an der Aisch für sieben Seminararbeiten zum Thema «Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart».