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Jakubowicz bekommt Friedenspreis des Deutschen Films

München (dpa) – Für den Film «Resistance» erhält der venezolanische Regisseur Jonathan Jakubowicz den nationalen Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke. Der Film erzählt vom französischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg. «In atemberaubenden, zuweilen poetischen Bildern und mit seinem großartigen Ensemble – allen voran Jesse Eisenberg als Marcel Marceau – lässt Jakubowicz den Zuschauer auf ergreifende Weise teilhaben am tiefen Leid der Flüchtenden, an aufblitzenden heiteren Augenblicken und an der Unbeirrbarkeit ihrer mutigen Helfer», begründete die Jury ihre Entscheidung am Montag in München. Der Film soll am 24. September in die Kinos kommen.

Der internationale Friedenspreis des Deutschen Films geht an den französische Regisseur Ladj Ly für seinen Film «Les Misérables», der schonungslos in Pariser Vorstädte blickt. «Les Misérables schreckt auf und verstört – und sensibilisiert so für die unkalkulierbaren Gefahren, die aus jeglicher Form der gesellschaftlichen Ausgrenzung entstehen», so die Jury. Der Film ist auf DVD, Blu Ray sowie online auf Abruf erhältlich.

Der mit je 7500 Euro dotierte Friedenspreis des Deutschen Films ehrt künstlerisch wertvolle Filme mit humanistischer und gesellschaftspolitischer Dimension. Er wird seit 2002 vom Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds verliehen, in Erinnerung an den Filmemacher Bernhard Wicki und seinen Antikriegsfilm «Die Brücke». 

Die beiden Preise sollten eigentlich am 23. Juni in München bei einer Feier verliehen werden. Wegen der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung jedoch abgesagt werden. Die Übergabe der Preise soll beim 20. Friedenspreis des Deutschen Films im kommenden Jahr nachgeholt werden.