© Peter Kneffel

IT in bayerischen Krankenhäusern soll sicherer werden

München (dpa/lby) – Die Sicherheit der Informationstechnologie (IT) an bayerischen Krankenhäusern soll mithilfe eines großangelegten Projekts verbessert werden. «Technische Störungen und Ausfälle, die durch IT-Sicherheitsvorfälle ausgelöst werden, können wichtige medizinische Eingriffe verzögern oder gar zu lebensgefährlichen Situationen für die Patienten führen», erläuterte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Samstag. Zudem könnten hohe Kosten entstehen und der Datenschutz der Patienten gefährdet sein.

Das Ministerium stellt deshalb 533 000 Euro für das Projekt «Smart Hospital» an der Universität der Bundeswehr in München zur Verfügung. Bis Herbst 2021 sollen die Experten mögliche Schwachstellen benennen und Vorschläge erarbeiten, wie Kliniken ihre IT-Infrastruktur optimieren können. Untersucht wird auch, in welchen Bereichen die Digitalisierung absehbar weitere Angriffsziele bieten wird – etwa durch die verstärkte Nutzung mobiler Endgeräte auf den Krankenhausstationen oder bei von außen zugeschalteten Experten bei Operationen. Auch Datenträger von Patienten mit deren gespeicherten Gesundheitsdaten könnten Probleme schaffen.