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Innenminister Herrmann zu Ribéry: «Muss Vorbild sein»

München (dpa) – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat Fußballprofi Franck Ribéry nach dessen Social-Media-Skandal um ein vergoldetes Steak gerügt. «Wenn man von dieser Prominenz in der Öffentlichkeit lebt, dann muss man auch ein Stück Vorbild sein», sagte der Politiker am Montag in einem Video-Interview bei bild.de angesprochen auf den Vorfall vom Wochenende. Der Spieler des FC Bayern hatte am Samstag im Internet wüste Beleidigungen verbreitet und dafür vom Verein eine «sehr hohen» Geldstrafe erhalten.

Auslöser des Eklats war ein Video, das den Franzosen dabei zeigt, wie er in einem Restaurant ein mit Blattgold überzogenes Steak erhält. Dafür wurde er im Internet kritisiert, woraufhin er wiederum mit einer obszönen Schimpftirade reagierte. «Was Ribéry isst, das muss er selbst entscheiden», sagte Herrmann. «Was nicht akzeptabel ist, in welcher Wortwahl er sich dann mit Kritikern auseinandersetzt.» Die Tweets waren am Montag immer noch auf Ribérys Seite zu sehen.

Der Innenminister, der Fan des FC Bayern ist, lobte den deutschen Rekordmeister dafür, seinen Spieler so schnell «zur Rechenschaft gezogen» zu haben. Auf die Frage, ob der 35 Jahre alte Franzose nicht hätte rausgeworfen werden sollen, antwortete er: «Jetzt muss man das auch nicht überbewerten, (…) wenn sich einer emotional äußert.» Er hoffe, «dass wir da möglichst schnell wieder Ruhe reinkriegen».