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Innenminister Herrmann empfiehlt Erste-Hilfe-Auffrischung

München (dpa/lby) – Nach seinem Eingreifen als Ersthelfer bei einem tödlichen Unfall ruft Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zur Nachahmung auf. «Jeder Verkehrsteilnehmer kann in die Lage kommen, Zeuge eines Unfalls zu werden und dann Erste Hilfe leisten», sagte er in einem Video auf seinem Instagram-Account. Der Minister gab Tipps zum richtigen Vorgehen. Außerdem sagte er: «Vielleicht wär auch mal ein Auffrischungskurs für Erste Hilfe wieder gut.»

Der CSU-Politiker war am Sonntag auf der Autobahn 3 bei Erlangen als Ersthelfer gefragt. Nachdem ein Wagen von der Autobahn geschleudert und zwischen Bäumen hängengeblieben war, zog Herrmann zusammen mit einem anderen Autofahrer nach eigenen Worten eine Frau aus dem Auto und legte sie auf die Wiese. Für den Mann aus dem Auto sei jede Hilfe zu spät gekommen. «Meinem Eindruck nach hat der andere Autofahrer sehr professionell und fachlich versiert Erste Hilfe geleistet. Wie sich später herausgestellt hat, ist er beruflich Intensivpfleger», ließ Herrmann am Freitag über sein Ministerium mitteilen.

In den Unfall auf der A3 waren drei Autos verwickelt. Der Unfall gilt weiter als mysteriös: Einer der Beteiligten steht unter Mordverdacht. Der 53-Jährige soll seine Schwiegermutter in Borchen bei Paderborn (NRW) getötet haben. Die Ehefrau des Verdächtigen, die mit ihm im Auto unterwegs war, lief nach dem Unfall auf die Fahrbahn und wurde von einem Fahrzeug erfasst. Sie kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Mit der Erstversorgung dieser Frau und der ihres Mannes hatte Herrmann nichts zu tun.