Das Stadttheater in Ingolstadt (Bayern), aufgenommen am 18.03.2015., © picture alliance / dpa/Bildarchiv

Ingolstädter entscheiden über neues Theater und neue Schule

In Ingolstadt können die Bürger am Sonntag (24. Juli) bei zwei Bürgerentscheiden über ein neues Theater und eine neue Schule abstimmen. Die Stadt will neben dem bisherigen Stadttheater ein «Kleines Haus» bauen, um dann bei der anstehenden Sanierung der Hauptbühne einen Ausweich-Spielort zu haben. Bislang sind 45 Millionen Euro dafür vorgesehen. Zudem können die rund 100.000 Wahlberechtigten über eine neue Mittelschule für rund 580 Schüler abstimmen.

Gegner beider Projekte kritisieren insbesondere, dass Grünflächen bebaut werden sollen. Bei dem Kammertheater wird zudem bemängelt, dass durch das Bauwerk die Luftzirkulation im Bereich der nahen Donau gestört und dadurch das Klima der Innenstadt verschlechtert werde. Gegen die Kammerspiele hatte sich auch eine Bürgerinitiative gegründet, die darüber hinaus das zweite Ingolstädter Theater für monumental und völlig überdimensioniert hält. «Bei einem solchen Vorhaben, das nur für eine sehr kleine Bürgergruppe einen Nutzen hat, muss besonders kritisch hingeschaut werden», ist die Auffassung der Initiative.

Die Stadt hingegen hält Schul- und Theater-Neubau für unverzichtbar und die ökologischen Nachteile in beiden Fällen für überschaubar. Sie will die neuen Kammerspiele mit 250 Sitzplätzen errichten. Während der Nutzung als Interimsspielstätte wegen der Sanierung des Stadttheaters könne die Kapazität auf bis zu 450 Plätze erweitert werden.