Wasserdampf steigt aus dem Kühltum vom Atomkraftwerk (AKW) Isar 2., © Armin Weigel/dpa/Archivbild

Industrie- und Handelskammer will längere AKW-Laufzeiten

Die Verlängerung der AKW-Laufzeiten bis Mitte April 2023 geht der Industrie- und Handelskammer (IHK) München und Oberbayern nicht weit genug. «Das ist zu kurz gesprungen», sagte Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. «Die Verlängerung der Laufzeiten bis Mitte April 2023 ist deutlich zu wenig, um angesichts der äußerst angespannten Versorgungssituation die Netzsicherheit nachhaltig zu gewährleisten.» Die Laufzeit müsse mindestens bis Ende 2024 verlängert werden.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte zuvor mitgeteilt, dass von den drei verbliebenen Atomkraftwerken in Deutschland zwei noch bis Mitte April 2023 als Notreserve dienen sollen. Die Kraftwerke Isar 2 in Niederbayern und Neckarwestheim in Baden-Württemberg sollen – wenn es nötig wird – im Winter 2022/23 einen zusätzlichen Beitrag im Stromnetz in Süddeutschland leisten können, sagte Habeck in Berlin.