Ein Obstbauer legt in einer Obstplantage frisch gepflückte Süßkirschen in einen Korb., © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

In der Fränkischen Schweiz beginnt die Kirschenernte

Jetzt geht es langsam los: In der Fränkischen Schweiz haben die Obstbauern ihre ersten Kirschen bereits gepflückt. Die erste Ware sei bei den Genossenschaften angeliefert worden, sagte Elias Schmitt vom Obstinformationszentrum des Landkreises Forchheim. Er erwarte eine «durchschnittlich gute Ernte». Im Frühjahr seien die Kirschbäume von Spätfrösten weitgehend verschont geblieben.

Und auf welches Wetter hoffen die Obstbauern der Fränkischen Schweiz nun, bis alle Kirschbäume abgeerntet sind? «Wir bräuchten etwas wärmere Temperaturen», sagte der Experte. Viel Regen sei heikel – denn dann drohen die Kirschen zu platzen.

Die Kirschen-Saison in der Fränkischen Schweiz dauert bis Anfang August, wie Schmitt weiter erläuterte. Am Schluss würden dann die Spätsorten wie etwa Regina gepflückt und vermarktet. Wegen der unterschiedlichen Höhenlagen des Anbaugebiets dauere die Erntezeit so lange an, da je nach Höhenlage zu unterschiedlichen Zeiten geerntet werde.

Ein Großteil der Kirschen, die im Dreieck zwischen Nürnberg, Forchheim und Bayreuth gepflückt werden, vermarkten die Obstbäuerinnen und -bauern über Genossenschaften. Aber auch Direktvermarktung spiele eine Rolle, sagte Schmitt. Gerade an den Wochenenden sind in der Fränkischen Schweiz viele Verkaufsstände zu finden, an denen Kirschen und anderes regionales Obst angeboten werden.

Die Region gilt als eines der größten zusammenhängenden Kirschanbaugebiete in Europa mit mehr als 250.000 Kirschbäumen auf 25 Quadratkilometern. Weil der Obstanbau als witterungsanfällig gilt, schwanken die Erntemengen von Jahr zu Jahr stark.