Ein Feuerwehrmann steht vor dem Fahrzeug der Einsatzleitung des Katastrophenschutzes der Feuerwehr., © Daniel Vogl/dpa/Symbolbild

In den Gerätehäusern darf das Licht nicht ausgehen

Im Fall von Stromausfällen müssen Feuerwehrhäuser dringend über eine Notversorgung weiterhin Strom bekommen. Darauf hat der Chef des Landesfeuerwehrverbandes, Johann Eitzenberger, hingewiesen: «Im Feuerwehrhaus darf das Licht nicht ausgehen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Ein Feuerwehrgerätehaus braucht grundsätzlich eine Notstromversorgung, das ist so vorgesehen. Wir wissen aber, dass das nicht überall der Fall ist.» Hier seien die Kommunen gefordert, entsprechend nachzubessern. Die Treibstoffversorgung für die Feuerwehren müsse gesichert sein, denn nicht nur die Fahrzeuge bräuchten in der Regel Diesel, sondern auch Notstromaggregate.

Eitzenberger unterstrich die Bedeutung der freiwilligen Feuerwehren im Freistaat für den Katastrophenschutz: «Wir sind in jedem Ort präsent, sind die Erstansprechpartner beim Katastrophenschutz, der Kommandant ist der erste Ansprechpartner, wenn es um die Gefahrenabwehr geht.»

Die Anforderungen neben den klassischen Bränden und technischen Hilfeleistungen bei Unfällen seien vielfältig: «Im Bereich der Naturgefahren haben wir Hochwasser, Murenabgänge, Starkregen, Sturmschäden, Wald- und Vegetationsbrände zu bewältigen – die gesamte Palette, die letztlich wohl auf dem Klimawandel basiert.» Dabei müsse überregional gedacht werden. «Solidarität endet nicht an der Ortsgrenze. Es muss über Landkreise und Regierungsbezirke hinaus, länderübergreifend und manchmal sogar international Hilfe geleistet werden.» Der Verband wolle dazu beitragen, «das unglaubliche Potenzial an Leistungsfähigkeit so ressourcenschonend wie möglich für einzelne Gemeinden, aber so effektiv wie möglich für Hilfesuchende einzusetzen».

Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg sei eine Kooperationsvereinbarung, die der Verband im vergangenen Jahr mit dem Innenministerium geschlossen habe.

Auch im Falle des Katastrophenschutzes gelte: «Man kann gar nicht genug miteinander kommunizieren. Das beginnt mit Aufklärung der Bevölkerung.» Der Warntag im Dezember sei wichtig gewesen. Es habe besser funktioniert als noch vor zwei Jahren. «Man muss genau hinschauen, woran es lag, dass es nicht überall geklappt hat.»

Die Warnung der Bevölkerung via Sirene bleibe das wichtigste im Gefahrenfall. «Die Sirene hat eine Weckfunktion, sie ist ein Signal: Irgendetwas ist nicht normal. Dann kann man aufs Handy schauen, Radio oder Fernseher anmachen. Es ist im Sinne unseres Verbandes, dass es flächendeckend Standorte für Sirenen gibt.»

In Bayern gibt es nach Verbandsangaben rund 7700 freiwillige Feuerwehren mit rund 320.000 ehrenamtlichen Feuerwehrmännern und -frauen. Nur die sieben bayerischen Großstädte haben Berufsfeuerwehren.