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Immer mehr Briefwähler in Bayern

München (dpa/lby) – Die bayerischen Wähler geben immer häufiger ihre Stimme per Post ab. Auch für die kommende Landtagswahl verzeichnen die Wahlämter einen deutlichen Anstieg bei den Briefwählern. So waren neun Tage vor der Wahl beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) in München bereits 269 000 Briefwahlanträge eingegangen. Bei der vergangenen Landtags- und Bezirkswahl 2013 waren es insgesamt gut 258 000 Anträge. «Es lässt sich schwer sagen, ob das auf eine steigende Beliebtheit der Briefwahl oder eine mögliche hohe Wahlbeteiligung – oder beides – schließen lässt», sagte KVR-Sprecher Johannes Mayer. In der Landeshauptstadt sind rund 910 000 Personen wahlberechtigt.

Auch in anderen bayerischen Städten wird die Briefwahl beliebter. In Nürnberg waren bis Donnerstag 73 000 Anträge eingegangen, berichtet Wahlleiter Wolf Schäfer: «Wir rechnen mit rund 80 000 Anträgen bis zur Wahl.» Bei der letzten Landtagswahl 2013 hatten rund 75 000 Nürnberger die Briefwahl in Anspruch genommen.

In Augsburg haben bisher fast 35 000 Personen Briefwahlunterlagen beantragt, 2013 waren es insgesamt 31 000. Würzburg verzeichnet ebenfalls schon jetzt 2300 Anträge mehr als bei der Wahl 2013, in Ingolstadt sind es etwa 3000. Und auch in Regensburg wird die Briefwahl immer beliebter. Hier hatten bis Donnerstag 24 000 Personen Anträge gestellt, das sind rund 23 Prozent aller Wahlberechtigten.

Damit die Stimme rechtzeitig ankommt, kann die Briefwahl vielerorts nur noch bis Mitte der kommenden Woche online beantragt werden. Danach können die Unterlagen nur noch persönlich bei den Behörden abgeholt werden. Im Regelfall geht das bis Freitag.