Imitation oder Neuschöpfung? Schau würdigt Dürer-Kopisten

Heute würde man von Fälschungen sprechen. Doch im 16. Jahrhundert war es normal, die Werke von Albrecht Dürer für Sammler nachzumalen, die sich einen echten Dürer nicht leisten konnten. Vor allem der Nürnberger Künstler Hans Hoffmann machte sich mit Kopien und Variationen des großen Meisters einen Namen. In einer Ausstellung zeigt das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg ab Donnerstag seine Werke und stellt sie denen Dürers gegenüber.

Zu sehen seien rund 150 Gemälde, Zeichnungen und Kunstkammerobjekte, teilte das Museum am Dienstag mit. Die Ausstellung zeige, dass Hoffmann mehr als ein bloßer Dürer-Kopist gewesen sei. Zudem werfe sie die Frage auf, wann man von Kopie, einer imitierenden Neuschöpfung oder gar von einem eigenständigen Werk spreche.