Eine IG-Metall-Fahne weht im Wind., © Daniel Bockwoldt/dpa/Daniel Bockwoldt/Symbolbild

IG Metall Bayern: Tarifforderung von 7 bis 8 Prozent

Die IG Metall Bayern will eine Erhöhung der Tariflöhne um 7 bis 8 Prozent fordern. Landesbezirksleiter Johann Horn sagte der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstag), die bayerische Tarifkommission wolle der Empfehlung des Gewerkschaftsvorstandes folgen. «Die Beschäftigten ächzen unter der hohen Inflation», sagte Horn. Nach zwei Corona-Abschlüssen mit Einmalzahlungen bräuchten sie nun mehr Geld. Die meisten Unternehmen machten satte Gewinne, viele könnten gestiegene Einkaufspreise zumindest teilweise weitergeben. 7 bis 8 Prozent mehr sei daher «eine vernünftige Forderungsempfehlung mit Augenmaß».

Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie warf der Gewerkschaft vor zu überziehen. Wegen der Lieferengpässe könnten viele Unternehmen nicht voll produzieren. Auf der anderen Seite müssten sie steigende Kosten verkraften und in die Transformation investieren, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Vier von fünf Unternehmen erwarteten im laufenden Jahr einen Gewinnrückgang. Im Tarifabschluss 2021 sei eine jährlich wiederkehrende Sonderzahlung vereinbart worden in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts, ab 2023 in Höhe von 27,6 Prozent. Dieses sogenannte «Transformationsgeld entspricht einer faktischen Tabellenerhöhung», da es das Jahresentgelt dauerhaft erhöhe und mit zukünftigen Tabellenerhöhungen steige, sagte Brossardt.