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Hurrikan «Michael» steuert auf Florida zu

Miami/Washington (dpa) – Die USA bereiten sich auf den nächsten schweren Sturm innerhalb weniger Wochen vor. Der US-Bundesstaat Florida rüstet sich für den Hurrikan «Michael», der dort Mitte der Woche auf die Küste treffen soll.

US-Präsident Donald Trump sagte bei einer Veranstaltung in Orlando (Florida) mit Blick auf den heranziehenden Hurrikan: «Das sieht nach einem weiteren großen Sturm aus.» Die Katastrophenschutzbehörde FEMA habe die Entwicklung genau im Auge. «Wir sind alle vorbereitet.» Erst vor wenigen Wochen hatte der Tropensturm «Florence» die Südostküste der USA schwer getroffen.

Nun folgt das nächste große Unwetter. «Michael» gewann im Laufe des Montags bereits an Kraft und wurde von einem Tropensturm zu einem Hurrikan der Stärke 1 hochgestuft. Nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums mit Sitz in Miami (Florida) entwickelte er am Montagnachmittag (Ortszeit) Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde, was oberhalb der Schwelle liegt, ab der ein Sturm als Hurrikan gilt. Kurz vor Eintreffen an der Küste Floridas könnte sich «Michael» zum Hurrikan der Kategorie 3 steigern. Je nach Windgeschwindigkeiten, die sie entfalten, werden Hurrikans in fünf verschiedene Kategorien eingestuft.

Die Experten des Hurrikan-Zentrums rechnen damit, dass der Sturm Mitte der Woche in Florida auf die Küste treffen wird, vermutlich am Mittwoch. Zuvor könne er bereits in Teilen Kubas und Mexikos heftige Regenfälle verursachen.

In Teilen Mittelamerikas zeigte «Michael» bereits zerstörerische Kraft. In San Salvador brachte er als Tropensturm starken Regen mit sich. Es kam zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Aus Sicherheitsgründen bleiben die Schulen in dem mittelamerikanischen Land bis Mittwoch geschlossen, wie die Regierung El Salvadors am Montag auf Twitter mitteilte. Bei dem Sturm waren am Wochenende mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und Hunderte verletzt worden, wie lokale Medien berichteten.

In Florida laufen längst Vorbereitungen für die Ankunft des Sturms. Floridas Gouverneur Rick Scott hatte bereits am Sonntag für 26 Bezirke an der Nordwestküste seines Bundesstaates vorsorglich den Notstand ausgerufen, wie der Sender CNN berichtete. Dies ist zunächst ein verwaltungsinterner Schritt, konkrete Auswirkungen für die Bürger ergeben sich daraus nicht unmittelbar. Die Behörden ordneten am Montag nach Medienberichten bereits die Evakuierung vorgelagerter Inseln und flacherer Küstenabschnitte an.

Erst im September hatte der schwere Tropensturm «Florence» die Südostküste der USA heimgesucht und vor allem in North Carolina und South Carolina zu schweren Überschwemmungen geführt. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch «Florence» und die Folgen des Sturms ums Leben.