Fürths Tobias Raschl (l) kämpft mit Hamburgs Ludovit Reis um den Ball., © Daniel Karmann/dpa

Trainer-Ärger über schläfrige Startphasen des HSV

Sollte der Hamburger SV unmittelbar vor einem Spiel ins Eisbad? Das könnten man dem Fußball-Zweitligisten raten, wenn man seine Startphasen in dieser Saison betrachtet. Schon zum sechsten Mal in 16 Spielen kassierten die Norddeutschen frühe Gegentore und gerieten in Rückstand. Bei der 0:1-Niederlage gegen Greuther Fürth am Mittwochabend fiel der Gegentreffer in der achten Minute.

In anderen Partien gelang die Wende: Gegen Jahn Regensburg (3:1) drei Tage zuvor geriet der HSV in der siebten Minute in Rückstand. Schon in Minute drei klingelte es gegen den SC Paderborn (3:2). Bei Hannover 96 (2:1) fiel das Gegentor in der vierten Minute. Wie gesagt: In diesen Spielen ging es noch gut.

Gegen Aufsteiger 1. FC Magdeburg (2:3) mit einem Gegentor in der elften Minute sowie beim 1:2 gegen Darmstadt 98 mit zwei Gegentreffern in den Minuten vier und sieben war nichts mehr zu kitten. Und nun auch noch Fürth.

Ist das Team unkonzentriert, wenn der Schiedsrichter anpfeift? Sind die Profis mit den Gedanken noch in der Kabine? «Heute hat es den Eindruck erweckt», sagte Trainer Tim Walter. «Allerdings glaube ich, dass es mehr das Gefühl ist: Wir werden es schon wieder drehen! Das geht nun mal nicht immer, vor allem nicht, wenn der Gegner so intensiv spielt», meinte der Coach.

In den kommenden Tagen wird er sich seine Mannen vorknöpfen: Derartige Schlafphasen können die Hamburger den angepeilten Aufstieg kosten. Noch sind sie Zweiter, aber Heidenheim liegt nur einen Zähler dahinter auf dem Relegationsplatz. Am Samstag kommt der SV Sandhausen zum letzten Spiel des Jahres ins Volksparkstadion. Motto: keine Laxheit, Zugriff und Konzentration ab Sekunde eins.