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Holocaust geleugnet: Angeklagte muss ins Gefängnis

Die überwiegende Mehrheit ist froh, dass die Zeit der Konzentrationslager schon lange vorbei ist. Es gibt aber immer wieder Menschen, die bestreiten, dass es den Holocaust gegeben hat. Eine Frau aus dem Landkreis Hof ist damit schon oft aufgefallen und musste sich deshalb mehrfach vor Gericht verantworten. Heute hat sie das Landgericht Hof zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis wegen Volksverhetzung und Beleidung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte zweieinhalb Jahre gefordert. Die Angeklagte hat das Urteil selbst nicht mitbekommen. Sie hat den Gerichtssaal in einer Pause verlassen. Bei einer Demo hatte die Frau behauptet, dass es Gaskammern und einen Befehl zur Judenvernichtung nie gegeben habe. Gegen eine Bewährungsstrafe des Amtsgericht hatte sie Berufung eingelegt. Auch das heutige Urteil ist noch nicht rechtskräftig.