Hofer Messerstecher-Prozess: Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre Haft

Zwei junge Frauen verabreden sich in der Silvesternacht nach einem heftigen Streit zu einer Schlägerei in Hof. Kurze Zeit später hat die eine Frau ein Messer in der Brust, die andere Stichverletzungen am Rücken. Letztere sitzt seit vergangener Woche auf der Anklagebank des Hofer Landgerichts. Gestern haben die Beteiligten ihre milden Plädoyers gesprochen.
Die Staatsanwaltschaft fordert eine vierjährige Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung. Vom Vorwurf des versuchten Totschlags ist sie abgerückt, weil es dafür keine Nachweise gibt, unter anderem wegen verworrener und widersprüchlicher Aussagen von Zeugen, die zu den streitenden Gruppen gehört haben. Das Opfer, das als Nebenklägerin auftritt, schloss sich dem Urteil der Staatsanwaltschaft an. Die Verteidigung hingegen plädiert auf Freispruch. Die Angeklagte habe aus Notwehr gehandelt.

Das Urteil im Prozess um die Messerstecherei will das Gericht morgen verkünden.