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Hof: Kirchenvorstand droht Todesstrafe bei Abschiebung

Erstmals soll ein Kirchenvorsteher aus Bayern abgeschoben werden. Der 28 jährige Iraner Naser R. ist seit 2018 Teil des Kirchenvorstands der Michaeliskirche in Hof. Er zeichnet sich vor allem durch großes Engagement und Hilfsbereitschaft aus. Nun wurde sein Asylverfahren abgelehnt und er soll nach Afghanistan abgeschoben werden. Dort droht dem jungen Iraner nicht nur eine Gefängnisstrafe – Stephan Reichel von der Flüchtlings-Hilfsorganisation Matteo:

Der Wechsel der Glaubensrichtung gilt in Afghanistan als schweres Vergehen und kann auch mit dem Tod bestraft werden. Durch die anhaltende Corona Pandemie werden zur Zeit keine Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt. Die Kirchengemeinde versucht in der Zeit nun mit allen Mitteln die Abschiebung des integrierten Flüchtlings abzuwenden. Noch seien nicht alle juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft, sagt Stephan Reichel.