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Herrmann verteidigt Stichwahl-Termin

München (dpa/lby) – Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat Kritik am Stattfinden der zweiten Runde der Kommunalwahl an diesem Sonntag zurückgewiesen. Kritiker aus einzelnen Kommunen hatten bemängelt, dass für die Auszählung der Stimmzettel inmitten der Corona-Krise keine adäquaten Räume zur Verfügung stünden. «Das ist dummes Zeug», sagte der Hermann am Mittwoch dem Sender Antenne Bayern.

Der Minister verwies darauf, dass es in jeder Gemeinde Räume wie Sporthallen gebe, in denen man für die Auswertung der Briefwahlen Tische aufstellen könne. «Beim Auszählen ist natürlich wichtig, dass man jetzt entsprechend große Räume dafür vorsieht und überall einen Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten wird», appellierte er. Beim Auszählung gebe es keinen Zeitdruck, Vorsicht sei wichtiger.

Herrmann meinte, dass das Durchführen der Stichwahlen gerade in der aktuellen Situation wichtig sei. «Ich glaube, es ist gut, wenn wir das jetzt hinter uns bringen und dann die neuen Bürgermeister und Landräte ab 1. Mai voll handeln können», sagte er. Die Stichwahlen werden wegen der Ansteckungsgefahr erstmals ausschließlich als Briefwahl stattfinden.