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Heilbäder fordern mehr finanzielle Unterstützung

Bad Reichenhall (dpa) – Der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) fordert von der Staatsregierung eine stärkere finanzielle Förderung von Heilbädern und Kurorten. «Wir möchten eine Anhebung der Investitionspauschale um fünf Millionen Euro», sagte der Vorsitzende des Verbandes, Klaus Holetschek zum Abschluss des Bayerischen Heilbädertages in Bad Reichenhall am Dienstag. Dieser Pauschalbetrag der Staatsregierung liegt laut Verband bei sieben Millionen Euro und soll nun auf zwölf Millionen steigen.

Angesichts knapper Haushaltslagen könnten nötige Investitionen nicht durch Fremdenverkehrs- und Kurbeiträge gedeckt werden. Dabei müssten gerade diese Kurorte mehr in ihre Infrastruktur investieren als herkömmliche Kommunen, etwa in Kurhäuser, Kurgärtnereien und Freizeiteinrichtungen. «Wir dürfen nicht vergessen, dass viele Investitionen auch Voraussetzung für die Prädikatisierung sind», sagte Holetschek. Der CSU-Landtagsabgeordnete war zuvor für drei Jahre im Amt bestätigt worden, ebenso wie sein Stellvertreter, der Bad Füssinger Bürgermeister Alois Brundobler.

Angesichts steigender Zahlen von Allergikern lässt der Verband bestimmte Heilbäder und Kurorte vom TÜV Rheinland prüfen und vergibt das Siegel «Für Allergiker qualitätsgeprüft». Der Verband treibe damit die Profilierung der Kurorte in Bayern voran, sagte Holetschek. Für das Siegel legte der BHV Kriterien fest. Etwa muss die Kommune mindestens als Luftkurort eingestuft sein und bei öffentlichen Neubepflanzungen allergenarme Pflanzen berücksichtigen. Mindestens zehn Prozent aller Gästebetten müssen für Allergiker geeignet sein.